Das sind nur ein paar sprachliche Verbesserungen bzw. Korrekturen.
Kapitel: | Bildung |
---|---|
Antragsteller*in: | Harald Rech (KV Saarbrücken) |
Status: | Übernahme |
Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
Eingereicht: | 24.01.2024, 22:03 |
Themenbereich: | Wahlprogramm |
Kapitel: | Bildung |
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Antragsteller*in: | Harald Rech (KV Saarbrücken) |
Status: | Übernahme |
Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
Eingereicht: | 24.01.2024, 22:03 |
Themenbereich: | Wahlprogramm |
Das sind nur ein paar sprachliche Verbesserungen bzw. Korrekturen.
Auch im Bereich der frühkindlichen Bildung ist trägt der Regionalverband Verantwortung. Als Träger der Jugendhilfe muss er dafür Sorge tragen, dass ein
Regionalverband wird Inklusion von Anfang an gelebt, mit wohnortnahen Betreuungsangeboten. Für ein bedarfsgerechtes und an den tatsächlichen Bedürfnissen orientiertes Angebot muss auch der Einsatz von heilpädagogischen
Heute müssen viele Aufgaben durch das Team einer Schule bearbeitet werden, die mit dem eigentlichen Unterrichten nicht viel zu tun. Um Lehrer:innen wieder mehr Zeit für Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem eigentlichen Unterricht zu hageben, braucht es einen Ausbau der Schulsozialarbeit an unseren Schulen.
Gute Bedingungen für gute Bildung - ein Leben lang
Die Zukunft des Regionalverbandes liegt in den Menschen, die hier leben - und
ganz besonders in den Kindern. Gute Betreuungs- und Bildungsangebote sind
essentiell um die Chancen, die uns die Zukunft bietet, zu nutzen. Wir wollen,
dass Bildungsgerechtigkeit nicht nur auf dem Papier steht. Obwohl
bildungspolitische Entscheidungen für Schulen hauptsächlich auf Landesebene
getroffen werden, tragen auch die kommunalen Ebenen Verantwortung und haben
Gestaltungsmöglichkeiten, die wir nutzen werden. Als Träger der weiterführenden
Schulen hat der Regionalverband für eine gute Ausstattung, sozusagen die
"Hardware" an seinen 70 Schulen, zu sorgen. Also für ausreichend und gut
ausgestattete Schulgebäude, Mensen und Sporthallen. Er ist verantwortlich für
Raumkonzepte, Ausstattung, Digitalisierung und die Schaffung von Schulplätzen
über die Schulentwicklungsplanung. Außerdem stellt er Sekretär*innen und
Hausmeister*innen ein, beschäftigt Schulsozialarbeiter*innen, organisiert die
Reinigung der Schulen, die Nachmittagsbetreuung, finanziert Projekte der
Schulsozialarbeit und sorgt für zusätzliches Personal in Schulen mit speziellem
Bedarf.
Die Strukturen im Bildungssystem des Regionalverbands Saarbrücken müssen dazu
beitragen, dass vielfältige Bildungsbiographien gelingen können und die Qualität
unserer Schulen gesteigert wird.
Auch im Bereich der frühkindlichen Bildung ist trägt der Regionalverband
Verantwortung. Als Träger der Jugendhilfe muss er dafür Sorge tragen, dass ein
bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen zur Verfügung steht.
In einem grünen Regionalverband
Kitas & Tagespflege - Bedarfsgerechte Betreuungsangebote und frühkindliche
Bildung mit Qualität
Unser Ziel ist klar: Für alle Kinder im Regionalverband muss wohnortnah ein
qualitativ hochwertiges, bedarfsgerechtes und bezahlbares Betreuungsangebot zur
Verfügung stehen. Das ist kein Wunsch, sondern ein klarer gesetzlicher Anspruch
- und der muss so schnell wie möglich umgesetzt werden.
Kindertagesstätten sind nicht allein Betreuungseinrichtungen. Sie legen wichtige
Grundsteine für gesellschaftliche Teilhabe und leisten wichtige Arbeit im
Hinblick auf erfolgreiches Lernen in den Grundschulen. Für uns ist klar: Solange
der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nicht flächendeckend gewährleistet
werden kann, muss wenigstens sichergestellt werden, dass jedes Kind mindestens
ein Jahr vor Schulbeginn einen Kindergarten besuchen kann. Dafür braucht es ein
Sofortprogramm des Regionalverbands. Die existierenden frühkindlichen
Brückenangebote reichen als Lösung nicht aus.
Inklusion ist ein Menschenrecht und hilft allen Kindern. Inklusive
Betreuungsangebote sind aber nach wie vor die Ausnahme. In einem grünen
Regionalverband wird Inklusion von Anfang an gelebt, mit wohnortnahen
Betreuungsangeboten. Für ein bedarfsgerechtes und an den tatsächlichen
Bedürfnissen orientiertes Angebot muss auch der Einsatz von heilpädagogischen
Zusatzkräften ausgedehnt werden.
Konkret heißt das, wir:
Schulen als Lebensorte verstehen
Mit der steigenden Nachfrage nach Ganztagsangeboten verbringt die
Schulgemeinschaft immer mehr Zeit in der Schule. Schulen müssen deshalb zu Lern-
, Arbeits- und Lebensorten werden, an denen sich Kinder, Jugendliche und auch
das Schulpersonal gerne aufhalten.
Dazu braucht es Klassenräume, die neue Lernkonzepte zulassen, ausreichend große
und gut ausgestattete Lehrer*innenzimmer, Räume für individuelles Lernen,
Rückzugsräume, attraktive Mensen mit leckerem, nachhaltigem und gesundem Essen,
Plätze an der frischen Luft, Möglichkeiten zum Unterrichten im Grünen („Grüne
Klassenzimmer“), eine zeitgemäße digitale Ausstattung, abwechslungsreiche
Schulhöfe und anregende und spannende Angebote auf dem Schulcampus für die
Ganztagsbetreuung. Außerdem müssen die Räumlichkeiten und die Schulhöfe auch den
sich ändernden klimatischen Bedingungen gerecht werden.
Konkret heißt das, wir
Echte Wahlfreiheit bei Ganztags- und Schwerpunktschulen
Gebundene Ganztagsschulen sind bei den weiterführenden Schulen eher selten
anzutreffen. Dabei bieten Ganztagsschulen den Schüler*innen die Möglichkeit,
ihre Potenziale optimal zu entfalten und tragen damit zu mehr
Bildungsgerechtigkeit bei. Durch ein breites Angebot an Bildung, Betreuung und
Freizeitaktivitäten wird eine ganzheitliche Entwicklung gefördert. Zudem
ermöglichen sie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern.
Nicht nur die Wahlfreiheit zwischen Ganztagskonzepten ist derzeit nicht
sichergestellt. Auch wenn es um die fachlichen Schwerpunktsetzungen in den
einzelnen Schulformen geht, entspricht das Angebot nicht der Nachfrage. Ob
sprachliche, naturwissenschaftliche oder musische Stärken, viele Kinder
orientieren sich bei der Wahl der weiterführenden Schule an ihren persönlichen
Interessen und Stärken. In einem grünen Regionalverband stehen in Wohnortnähe
ausreichend Schulplätze mit den entsprechenden Schwerpunkten zur Verfügung.
Losverfahren, die wie in der Vergangenheit auch einen Schwerpunktwechsel
erforderlich machen, darf es im Sinne der Kinder nicht geben.
Konkret heißt das, wir
Starke Schulteams für starke Schulen
Die Rahmenbedingungen an Schulen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich
verändert. Ganztagsangebote, der steigende Anteil an Schülerinnen und Schülern
die inklusiv beschult werden und an Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse
stellt unsere Schulen vor neue Herausforderungen. Dass diese bisher nur
unzureichend bewältigt worden sind, zeigen auch die Vergleichsstudien der
letzten Jahre (wie zum Beispiel dem PISA-Test oder dem IQB-Bildungstrend), bei
denen die Ergebnisse deutlich unter den Erwartungen gelegen haben.
Im Interesse aller Kinder braucht es schnelle Antworten auf die sich ändernden
Bedingungen. Viele dieser Antworten müssen auf Landesebene gegeben werden, aber
auch auf Ebene des Schulträgers kann ein Beitrag geleistet werden.
Heute müssen viele Aufgaben durch das Team einer Schule bearbeitet werden, die
mit dem eigentlichen Unterrichten nicht viel zu tun. Um Lehrer:innen wieder mehr Zeit für
Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem eigentlichen Unterricht zu hageben, braucht es
einen Ausbau der Schulsozialarbeit an unseren Schulen.
Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten und Potentiale voll
ausschöpfen können, um ihren persönlichen Bildungserfolg zu optimieren. Durch
eine verbesserte Personalisierung mit Verwaltungskräften, IT-Fachkräften oder
Assistent*innen können Lehrkräfte wieder mehr Zeit für ihre Kernaufgabe - die
pädagogische Arbeit - bekommen.
Die Schulsozialarbeit und die Einrichtung multiprofessioneller Teams sind
wichtige Bausteine für ein erfolgreiches Bildungssystem und eine positive
Schulumgebung. In einem grünen Regionalverband gibt es an allen Schulen genügend
Schulsozialarbeiter*innen und bei akuten Problemen können die Kräfte vor Ort
kurzfristig verstärkt werden und mit der Schulgemeinschaft tragfähige Lösungen
und Konzepte erarbeiten.
Mittlerweile arbeiten an Schulen neben den Lehrer*innen viele zusätzliche
Unterstützungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen, die von unterschiedlichen
Akteur*innen bezahlt werden und unterschiedliche Zuständigkeiten haben. Seien es
Inklusionshelfer*innen, Schulsozialarbeiter*innen oder die Mitarbeitenden der
Nachmittagsbetreuung an freiwilligen Ganztagsschulen. Die jetzigen Strukturen
sorgen dafür, dass die Träger ihrem Personal häufig nur
Teilzeitarbeitsverhältnisse anbieten können. Wir wollen, dass die rechtlichen
Strukturen überprüft werden, um auch in diesem Bereich bessere
Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.
Konkret heißt das, wir
Ausbildung in den Fokus rücken
Ziel der schulischen, beruflichen und universitären Ausbildung sollte sein, dass
jeder junge Mensch eine möglichst passende Ausbildung bekommt, mit der alle ihre
jeweiligen Fertigkeiten und Fähigkeiten am besten nutzen können.
Der Fachkräftemangel in vielen handwerklichen Berufen zeigt deutlich, dass für
handwerkliche Berufe dringend Förderungsbedarf besteht. Das Handwerk ist mit
seinen vielfältigen Berufen rund um Haus, Gewerbe und Mobilität nicht zuletzt
unabdingbar für das Gelingen der Klimawende. Gemeinsame Kampagnen mit den
Schulen, Handwerkskammern und der Wirtschaftsförderung sind uns wichtige
Anliegen. Die Rahmenbedingungen an den berufsbildenden Schulen müssen auf eine
moderne Berufsausbildung ausgerichtet sein.
Konkret heißt das, wir
Zuständigkeiten Vereinheitlichen und Kooperationen vereinfachen
In unserer Region ist der Regionalverband Saarbrücken Träger der weiterführenden
Schulen, bei Grundschulen sind es die Kommunen. Häufig sind Grund- und
weiterführende Schulen aber an einem Ort vereint. Das schafft nicht selten
Koordinationsprobleme, wenn z.B. der Regionalverband seinen Gebäudeteil
renovieren möchte, die Kommune für ihren Gebäudeteil aber keine Haushaltsmittel
verfügbar hat.
Auch der künftige Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen stellt
die Städte und Gemeinde vor große bauliche und finanzielle Herausforderungen.
Wir wollen, dass an allen Grundschulen im Regionalverband hohe Standards
herrschen und nicht die Finanzkraft der einzelnen Kommune entscheidet, wie gut
eine Grundschule ausgestattet ist. Wir setzen uns deshalb dafür ein, die
Trägerschaften für Grundschulen und weiterführende Schulen in der Hand des
Regionalverbandes zu legen und fordern von der Landesregierung, dafür die
Rahmenbedingungen zu schaffen.
Konkret heißt das, wir
Lebenslanges Lernen für alle
Lernen begleitet uns Menschen ein Leben lang. Es trägt nicht nur zur
persönlichen Weiterentwicklung bei, sondern ermöglicht es, aktiv am
gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Unsere Volkshochschule und die Musikschulen im Regionalverband bieten allen
Bürgerinnen und Bürgern unabhängig von Alter, Bildungsstand oder sozialem
Hintergrund Zugang zu vielfältigen Lernmöglichkeiten und zum aktiven Austausch
mit anderen. Mit einem vielfältigen Angebot, das weit über Sprachen, Gesundheit,
Kunst und Kultur hinausgeht, tragen sie dazu bei, dass Bildung für alle
zugänglich ist und Menschen die Möglichkeit haben, sich kontinuierlich
weiterzuentwickeln und ihre Potenziale zu entfalten.
Konkret heißt das, wir